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Gr√ľne Berufe: Entwicklung der Ausbildungszahlen

Veröffentlicht am: 04.12.2019

Pflanze mit stilisierter Kurve

Copyright: gunnar3000 - Fotolia.com

Die Ausbildungszahlen der dualen Berufe des landwirtschaftlichen Bereichs sind im zur√ľckliegenden Ausbildungsjahr 2018/2019 bundesweit insgesamt weitgehend stabil geblieben. Bundesweit wurden 13.230 neu abgeschlossene Ausbildungsvertr√§ge (minus 1,6 Prozent im Vorjahresvergleich) registriert, davon 10.524 in Westdeutschland (minus 2,3 Prozent) und 2.754 in Ostdeutschland (plus 2,8 Prozent).

In allen drei Ausbildungsjahren gab es in den Gr√ľnen Berufen insgesamt 32.514 Auszubildende (minus 1,2 Prozent), davon 26.037 in Westdeutschland (minus 1,3 Prozent) und 6.447 in Ostdeutschland (minus 1 Prozent). 

Der Beruf Landwirtin/ Landwirt entwickelte sich mit bundesweit 4.089 Neuvertr√§gen (minus 1,3 Prozent) und insgesamt 8.937 Auszubildenden (minus 4 Prozent) leicht r√ľckl√§ufig. Zahlenm√§√üig am st√§rksten bleibt der Beruf G√§rtnerin/ G√§rtner mit unver√§ndert 5.022 Neuvertr√§gen und insgesamt 12.975 Auszubildenden (plus 3,3 Prozent), davon mehr als 70 Prozent in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau.

Positiv entwickeln sich aktuell die Berufe Tierwirtin/ Tierwirt mit 354 Neuvertr√§gen (plus 6,3 Prozent) und Pferdewirtin/ Pferdewirt mit 768 Neuvertr√§gen (plus 2 Prozent). In beiden Berufen ist die Gesamtzahl aller Auszubildenden insbesondere aufgrund der Aufl√∂sung bestehender Ausbildungsvertr√§ge jedoch leicht r√ľckl√§ufig. Auch der seit 2013 bestehende Beruf Pflanzentechnologin/ Pflanzentechnologe verzeichnet mit 48 Neuvertr√§gen (plus 6,7 Prozent) eine kontinuierliche Positiventwicklung.

R√ľckl√§ufig entwickelten sich die Berufe Hauswirtschafterin/ Hauswirtschafter (landwirtschaftlicher Bereich) mit bundesweit nur noch 60 Neuvertr√§gen (minus 9,1 Prozent), der Beruf Winzerin/ Winzer mit 321 Neuvertr√§gen (minus 10,8 Prozent), der Beruf Fischwirtin/ Fischwirt mit aktuell 72 Neuvertr√§gen (minus 7,7 Prozent) sowie der Beruf Milchwirtschaftliche Laborantin/ Milchwirtschaftlicher Laborant mit 162 Neuvertr√§gen (minus 6,9 Prozent). Bei der Ausbildung behinderter Menschen (Abschl√ľsse: Werkerin/ Werker, Helferin/ Helfer, Fachpraktikerin/ Fachpraktiker) gab es √ľber alle daf√ľr relevanten Berufsbereiche mit bundesweit insgesamt 1.131 Neuvertr√§gen einen deutlichen R√ľckgang um 10,1 Prozent.

Nach Einsch√§tzungen der zust√§ndigen Stellen werden sich die Ausbildungszahlen in den Gr√ľnen Berufen in den kommenden Jahren insbesondere aufgrund der demografischen Entwicklung leicht r√ľckl√§ufig entwickeln. Nicht nur unmittelbar in der betrieblichen Praxis, sondern auch in den vor- und nachgelagerten Bereichen (inklusive berufsbildende Lehr- und Beratungskr√§fte) zeichnen sich zunehmende Engp√§sse bei der Gewinnung von Auszubildenden sowie qualifizierten Fach- und F√ľhrungskr√§ften ab.

Entwicklung der Ausbildungszahlen insgesamt

Die Zahl der Auszubildenden in Deutschland allgemein ist 2018 zum zweiten Mal in Folge leicht gestiegen. Insgesamt schlossen 521.900 Menschen einen neuen Ausbildungsvertrag ab. Das sind 1,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Allerdings ist der Anstieg ausschlie√ülich auf Ausbildungsvertr√§ge von M√§nnern (plus 2,6 Prozent) zur√ľckzuf√ľhren. Die Neuabschl√ľsse von Frauen gingen erneut leicht zur√ľck. Der seit zehn Jahren beobachtete Trend, dass Frauen immer seltener eine duale Ausbildung ergreifen, h√§lt weiter an.

Diese Zahlen gehen aus den aktuellen Erhebungen des Statistischen Bundesamtes hervor. Detaillierte Informationen zur Statistik der beruflichen Bildung unter www.destatis.de (Fachserie 11, Reihe 3).

Quelle: Statistisches Bundesamt / Deutscher Bauernverband (DBV)