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Schulprojekt: Grüne Oase statt Brache

Veröffentlicht am: 25.06.2019

Mehrere Menschen im GLEKS-Park

Foto: GLEKS

Es ist nicht nur ein Projekt, sondern gleich Dutzende – und die Ideen gehen noch lange nicht aus: Die "Grünen Lernlandschaften an der Eugen-Kaiser-Schule" haben aus einer innerstädtischen Brache einen Lehr- und Lernort geschaffen, der nicht nur den Schülerinnen und Schülern zugutekommt.

"Manchmal fragen uns die Leute, wann wir denn mit dem GLEKS-Park fertig werden wollen", erzählt Dirk Bade, Abteilungsleiter Grüne Berufe an der Eugen-Kaiser-Schule in Hanau. "Die Antwort lautet: nie. Wir wollen nicht fertig werden, sondern immer weiter am GLEKS-Park arbeiten, ihn immer weiter verbessern – und haben dazu noch sehr viele Ideen und Visionen." GLEKS-Park? Hinter dem Kürzel verbergen sich die "Grünen Lernlandschaften Eugen-Kaiser-Schule" – und damit ein Großprojekt, für das Dirk Bade und sein Kollege Dirk Scharlau vor einigen Jahren die Initialzündung gaben. Aus einer ziemlich tristen Ausgangssituation heraus: Neben dem damals wenig einladenden Schulhof der Eugen-Kaiser-Schule war es vor allem eine angrenzende, rund 6.000 Quadratmeter große Fläche, die förmlich nach einer alternativen Nutzung und optischen Aufwertung rief, da das Gelände nach und nach verwahrloste.

Ideenwettbewerb

Warum dieses brachliegende Areal nicht nutzen, um darauf gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern eine grüne Oase und zugleich einen praxisnahen Lernort direkt vor der Haustür zu schaffen? Das war die Grundidee von Dirk Bade und Dirk Scharlau. Mit Leben gefüllt wurde diese Idee unter anderem, als Studentinnen und Studenten der Rhein-Main-Hochschule in Geisenheim an einem Wettbewerb zur Gestaltung der Fläche teilnahmen.

Das Rennen unter den insgesamt zwölf eingereichten Gestaltungsentwürfen machte ein Entwurf unter der Überschrift "In der Ruhe liegt die Kraft", den zwei Studentinnen gemeinsam erarbeitet hatten. "Er überzeugte die Wettbewerbs-Jury vor allem auch deshalb, weil er sehr viele verschiedene Elemente und Aspekte beinhaltete", sagt Dirk Bade. In Anlehnung an diesen Entwurf wurden auf der Fläche, die der Schulträger – ein aus dem Mainz-Kinzig-Kreis und der Stadt Hanau bestehender Zweckverband – 2010 für die Dauer von zunächst 15 Jahren gepachtet hat, bereits zahlreiche Teilprojekte umgesetzt. Darunter befinden sich etliche grüne Aufenthaltsflächen mit Bewegungs-, Spiel- und Sitzgelegenheiten.

Für Alt und Jung

Zu den bisherigen "Highlights" zählt in Bades Augen beispielsweise ein Sinnesgarten für demenzkranke Menschen. Ihn können die Bewohnerinnen und Bewohner eines Wohnstifts nutzen, das sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Eugen-Kaiser-Schule befindet. Ein zentraler Aspekt des GLEKS-Parks: Er soll nicht nur für die Lernenden und Lehrenden der Eugen-Kaiser-Schule, sondern für den gesamten Stadtteil da sein.

Dazu kommt der generationenübergreifende Aspekt, denn auch für die Kinder der beiden umliegenden Kindertagesstätten und Grundschulen hat der Park etwas Besonders zu bieten: eine Schulimkerei, deren Kästen seitlich aufzumachen sind, sodass die Besucherinnen und Besucher in die Bienenvölker hineinschauen und staunen können. 

Projektschritte

"Der GLEKS-Park ist ein Lehrpark", betont Bade. Und natürlich auch ein Lernort für die Schülerinnen und Schüler der Eugen-Kaiser-Schule, die die vielen Teilprojekte in Angriff nehmen und umsetzen. Wie dies im Einzelnen vonstattengeht, veranschaulicht der Abteilungsleiter an einem der aktuellen Projekte: Rund um ein bereits bestehendes Backhaus entsteht derzeit eine Außenküche mit einer Minitheke.

Die Projektschritte reichen von ersten Ideenskizzen und der Kalkulation der aufzubringenden Arbeitszeit über die Materialbeschaffung und, wo nötig, die Beschaffung von Maschinen bis zur schrittweisen konkreten Umsetzung. "Vor allem bei pflanzlichen Projekten, etwa bei der Neuanlage von Beeten, kommen die Pflegedurchgänge hinzu", ergänzt Dirk Bade: "Hier müssen sich die Schüler ebenfalls im Vorfeld Gedanken darüber machen, was alles zu tun ist und wie lange sie dafür voraussichtlich brauchen werden."

Weitere Informationen

Eine ausführliche Beschreibung des Schulprojektes finden Sie in der Ausgabe 2-2019 von B&B Agrar.